Gesang

Ort Musikschule Ismaning • Mühlenstraße 19
Lehrer
Naomi Grundke, Kilian Sladek

Für die Musik hat der Gesang eine herausragende Bedeutung, da es durch ihn möglich ist, Worte in eine musikalische Linie einzubinden. Er ist wahrscheinlich die älteste und ursprünglichste musikalische Äußerungsform der Menschen, bei der ihr Instrument der Körper selbst ist. Dadurch können Seelisches und Emotionales unmittelbar zum Ausdruck kommen. Unterschieden wird beim Gesang zwischen zwei Grundformen: dem virtuosen Kunstgesang und dem liedhaften, volkstümlichen Singen. Für das Singen gibt es keine Altersbegrenzung. So beginnt bereits jedes Kleinkind eigenständig mit dem imitieren gehörter einfacher Melodien und es kann bereits ab dem zweiten Lebensjahr damit begonnen werden, dies auszubilden (z.B. im Musikgarten). Sobald ein Mensch, egal welcher Altersgruppe, eine gewisse Erfahrung im Umgang mit seiner Stimme zeigt, gibt es die Möglichkeit, im Chor gemeinsam zu musizieren und aufeinander zu hören. Durch die Musikalische Grundausbildung können Kinder in der Elementaren Singklasse bereits im Grundschulalter beginnen.

Unter Stimmbildung versteht man die Ausbildung der Stimme zum Sprechen und Singen. Es wird unterschieden zwischen der Ausbildung einer gesunden, physiologisch effektiven (funktionellen) Nutzung der Stimme, um Krankheiten und Stimmschäden vorzubeugen, und der Ausbildung der professionellen Sprech- und Gesangsstimme. Während bei der rhetorischen Stimmbildung weitestgehend die Funktionalität der Stimme im Vordergrund steht, erhebt die gesangliche Stimmbildung einen hohen Anspruch an die klangliche Ästhetik, die bis zu Fragen der Interpretation reicht. Über die physiologischen Grundlagen hinaus wird daher sehr viel Wert auf musikalische Aspekte wie Lagenausgleich, Mischung der Stimmregister, Erweiterung des Stimmumfangs oder Artikulation gelegt. Die Grenzen zur Sprecherziehung sind doch fließend, da sich beides trotz anderer Primärziele meist gegenseitig positiv beeinflusst.

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