Schulordnung

Schulordnung

Hier können Sie sich die Schulordnung herunterladen: Schulordnung 21.07.20

Schulordnung für die Musikschule Ismaning e.V.

Die Aufgabe der Musikschule ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene an die
Musik heranzuführen, Begabungen frühzeitig zu erkennen und individuell zu fördern.
Die Musikschule Ismaning ist eine Einrichtung im Sinne der „Verordnung über die
Führung der Bezeichnung Singschule und Musikschule (Sing- und Musikschulverordnung)“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 17. August 1984. Sie erfüllt deren Anforderungen an den fachlichen Aufbau, die
Grundfachverpflichtung für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter, die Fächerbreite
im Instrumentalunterricht, die Qualifikation und das Beschäftigungsverhältnis
des Lehrpersonals, die Ordnung des inneren Betriebs und die soziale Gebührengestaltung.
Für den Unterricht gelten die Lehrpläne des Verbandes deutscher
Musikschulen (VdM).

Abschnitt I Schulstruktur
§ 1 Aufbau
Die Musikschule Ismaning e.V. gliedert sich in folgende Abteilungen:
1. Musikalische Grundfächer (§ 2 bis § 5)
2. Instrumentalunterricht (§ 6)
3. Vokalunterricht (§ 7)
4. Ensemblefächer (§ 8)
5. Förderklasse, Studienvorbereitender Unterricht (§ 9)
6. Ergänzende Einrichtungen (§ 10)

§ 2 Musikalische Grundfächer
1 Die Musikalischen Grundfächer gliedern sich in:
1. Musikalische Früherziehung (§ 3)
2. Musikalische Grundausbildung (§ 4)
3. Musikgarten (§ 5)
2 Der Grundfachunterricht dient als Vorbereitung und Voraussetzung für den späteren Instrumental – und Vokalunterricht.

§ 3 Musikalische Früherziehung
1 In die Musikalische Früherziehung werden Kinder bis zu zwei Jahren vor der
Einschulung aufgenommen. Der Kurs dauert zwei Jahre.
2 Der Unterricht wird in Gruppen von bis zu 12 Kindern einmal wöchentlich erteilt.
Abweichende Regelungen sind im Einvernehmen mit der Schulleitung möglich.

§ 4 Musikalische Grundausbildung
1 Allgemeines
1.1 Die Musikalische Grundausbildung gliedert sich in drei Schwerpunktbereiche:
1. Elementare Musiklehre
2. Elementare Singklassen
3. Rhythmikschule
1.2 Die Kurse der Musikalischen Grundausbildung werden als Eingangsstufe für
Kinder im Grundschulalter eingerichtet. Sie dauern 1 Jahr.
1.3 Der Unterricht wird in Gruppen von 8 – 12 Kindern wöchentlich einmal erteilt.
Abweichende Regelungen sind im Einvernehmen mit der Schulleitung möglich.
2 Elementare Musiklehre
2.1 Die Elementare Musiklehre bereitet den weiterführenden Unterricht in der
Musikschule vor. Sie beinhaltet insbesondere
– Singen und Elementare Musikübung
– Rhythmisch-musikalische Erziehung
– Gehörbildung
– Einführung in Allgemeine Musiklehre, Tonsatz, Formenlehre,
Instrumentenkunde und Musikgeschichte
2.2 Die Gestaltung der Kurse richtet sich an den jeweiligen Erfordernissen aus.
3 Elementare Singklassen
3.1 In die erste Singklasse werden Kinder im Grundschulalter aufgenommen.
3.2 Die Singausbildung verbindet Stimmbildung und Liedpflege mit Teilen der
Elementaren Musiklehre oder übernimmt diese vollständig.
Die Singklasse wird vom dritten Jahr an im Bereich Vokalunterricht (§ 7) weitergeführt.

4 Rhythmikschule
4.1 Die Rhythmikschule dient als Vorbereitung für alle anderen Instrumentalfächer
aber auch als Vorstufe zum Schlagzeugunterricht. Sie beinhaltet insbesondere
– Tonhöhenvorstellung
– Rhythmusgefühl über die Rhythmussprache
– Notenlehre
– Haltung und Bewegung
– Einführung in Allgemeine Musiklehre, Tonsatz, Formenlehre,
Instrumentenkunde und Musikgeschichte
4.2 Die Gestaltung der Kurse richtet sich an den jeweiligen Erfordernissen aus.

§ 5 Musikgarten
1 Der Musikgarten I und II wendet sich an Familien mit Kleinkindern von 2 bis 4
Jahren.
Dieser frühe Unterricht soll Kindern und Erwachsenen vor allem Freude bereiten
und in die Welt der Musik einführen. Die Kinder kommen jeweils mit einem
Elternteil in den Unterricht.
2 Der Musikgarten beinhaltet insbesondere
– Bewegungsspiele
– Singen und Sprechen
– Bewusstes Hören
– Instrumente spielen
– Möglichkeiten für die Kinder, Aktivitäten selbst zu gestalten
3 Die Einteilung erfolgt nach pädagogischen und organisatorischen
Gesichtspunkten.
4 Der Musikgarten ersetzt nicht die Musikalische Früherziehung.

§ 6 Instrumentalunterricht
1 In den Instrumentalunterricht werden aufgenommen
– Kinder, welche die Musikalische Früherziehung oder einen
Schwerpunktbereich der Musikalischen Grundausbildung mindestens ein Jahr
lang besucht haben; über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung
– Jugendliche und Erwachsene
2 Die Schüler werden bei der Instrumentenwahl beraten.
3 Der Unterricht wird die ersten zwei Jahre bei Anfängern (1. – 4. Grundschulklasse)
in Kleingruppen bis zu 4 Schülern erteilt. Im Übrigen kann auch
Einzelunterricht erteilt werden. Die Gruppen sollen nach Alter und Vorbildung so
zusammengestellt sein, dass die besonderen Qualitäten des
Gruppenunterrichtes genützt werden können. Über die Einteilung sowie
erforderliche Änderungen während des Schuljahres entscheidet die
Schulleitung.
4 Im Instrumentalunterricht sind in der Regel nebeneinander zwei Bereiche zu
berücksichtigen. Der Schüler muss erlernen:
a) die Grundlagen, die Begriffe und die Fachsprache der Musik
b) die Spieltechnik des von ihm gewählten Instruments
5 Instrumentalschüler sollten zusätzlich die Singklasse oder ein Ensemblefach
besuchen.
6 Bei Belegung von Orchesterinstrumenten ist ab dem 3. Lernjahr der
Orchesterbesuch obligat. Bei Nichtteilnahme kann der Unterricht eingestellt
werden.

§ 7 Vokalunterricht
1 Singklassen, Kinderchor, Jugendchor
1.1 Die Singklassen des Bereichs Musikalische Grundfächer werden vom dritten
Unterrichtsjahr an als Vokalunterricht weitergeführt.
1.2 Der Unterricht wird in Klassen von 10 – 15 Kindern in wöchentlichen
Unterrichtslektionen von 50 Minuten erteilt.
1.3 In der Regel vom vierten Unterrichtsjahr an wird die Singklasse als Kinderchor,
danach als Jugendchor weitergeführt.
1.4 Über Ausnahmen der Teilnahmevoraussetzung entscheidet die Schulleitung.
2 Gesangliche Weiterbildung bis zum Sologesang oder Chor
3 Der Unterricht wird nach fachlichen Erfordernissen als Einzel-, Gruppen- oder
Klassenunterricht eingerichtet.
4 Die Regelungen für den Vokalunterricht unterliegen denselben Bestimmungen
wie für den Instrumentalunterricht (siehe § 6).

§ 8 Ensemblefächer
1 Ensemblefächer dienen dem Musizieren in der Gemeinschaft, insbesondere
Sing- und Spielkreise, Instrumentalgruppen, Orchester, Kammermusik, Chor oder
Gesangsensemble.
2 Fortgeschrittenen Schülern kann der Besuch eines bestimmten Ensemblefaches
empfohlen werden.
3 Ein Ensemble setzt sich mindestens aus 3 Teilnehmern zusammen, soweit keine
gesonderten Zugangs- und Unterrichtsbedingungen festgelegt wurden.

§ 9 Förderklasse
1 Die Förderklasse bietet interessierten und besonders begabten Schülern eine
vertiefte Musikausbildung und bereitet Studierwillige auf die Aufnahmeprüfung
an einer Ausbildungsstätte für Musikberufe vor.
2 Der Unterricht in der Förderklasse umfasst mindestens vier Wochenstunden mit
folgender Fächerkombination:
– 1. Instrument (45 Min. Einzelunterricht)
– 2. Instrument (45 Min. Einzelunterricht)
– Theorieunterricht
– Ensemblefach (60 Min. Gruppenunterricht)
3 Die Instrumentalfächer sollen so zusammengestellt sein, dass sie an einer
Ausbildungsstätte für Musikberufe als Haupt- und Nebenfach weiterbelegt
werden können. Statt einem der beiden Instrumente kann auch Gesang oder
ein anderes für das Weiterstudium geeignetes Fach gewählt werden. Die
Pflichtbelegungsfächer können nach besonderen Erfordernissen auch
anderweitig zusammengestellt werden. Über die Belegung weiterer Fächer in
der Förderklasse entscheidet die Schulleitung.
4 Die Aufnahme in die Förderklasse erfolgt im Wege einer besonderen
Vereinbarung. Die Aufnahme setzt eine Empfehlung der Schulleitung auf der
Grundlage eines ausführlichen Gutachtens der Fachlehrkraft und einer
praktischen Aufnahmeprüfung ( in der Regel ein Vorspiel) voraus.
5 Der Eintritt in die Förderklasse soll in der Regel nicht vor dem 14. Lebensjahr
erfolgen. Der Verbleib in der Förderklasse soll vier Jahre nicht überschreiten.
6 Ein Ausschluss oder ein freiwilliges Ausscheiden des Schülers aus der Förderklasse
ist aus fachlichen Gründen zum Schuljahresende möglich. Eine Entscheidung
der Schulleitung ergeht nach Anhörung der Fachlehrer, der gesetzlichen
Vertreter und des betroffenen Schülers.

§ 10 Ergänzende Einrichtungen
Ergänzende Einrichtungen sind Angebote, welche wegen ihrer besonderen
inhaltlichen, strukturellen, organisatorischen oder finanziellen Formen und
Erfordernisse in den Rahmen der Abteilungen 1 bis 5 nicht eingefügt werden sollen
oder können. Hierzu gehören auch Instrumentenbau, Ballett, Tanz, Rhythmik,
Darstellendes Spiel, Musiktheater, Medienarbeit, Lehrerweiterbildung oder
Fortbildungsseminare. Die Zugangs- und Unterrichtsbedingungen werden jeweils
gesondert festgelegt.
Abschnitt II Aufnahme und Austritt, Unterrichtsbetrieb

§ 11 Schuljahr
Das Schuljahr der Musikschule beginnt am 1. September und endet am 31. August
des darauf folgenden Jahres. Die Feriendauer und die unterrichtsfreien Feiertage
richten sich in der Regel nach den für die allgemein bildenden Schulen geltenden
Bestimmungen.

§ 12 Unterrichtsdauer
1 Die Unterrichtszeit wird innerhalb der Möglichkeiten der Musikschule nach
fachlichen Erfordernissen von der Schulleitung festgelegt. Der Unterricht wird
grundsätzlich montags bis freitags erteilt.
2 Die wöchentliche Unterrichtszeit beträgt in der Regel:
– in den Grundkursfächern 50 Minuten, im Musikgarten 45 Minuten
– im Gruppenunterricht 45 oder 60 Minuten
– im Einzelunterricht 30 oder 45 Minuten
– in Ensemble- und Ergänzungsfächern 45 oder 60 Minuten.

§ 13 Anmeldung / Aufnahme
1 Anmeldungen sind schriftlich, bei minderjährigen Teilnehmern durch die
gesetzlichen Vertreter, an die Musikschule zu richten (Formblatt). Für jedes Fach
muss ein eigener Schein ausgefüllt werden. Mit Bestätigung der Schule kommt der
Unterrichtsvertrag zustande.
2 Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.

§ 14 Beendigung des Unterrichtsverhältnisses
1 In den Grundfachkursen (Musikgarten, Früherziehung, Musikalische
Grundausbildung) gelten die ersten drei Unterrichtsmonate als Probezeit, zu deren
Ablauf das Unterrichtsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden
kann.
2 Nimmt ein Schüler in den übrigen Fächern Unterricht bei einem Lehrer, bei dem er
bisher keinen Unterricht hatte, so gelten die ersten drei Monate als Probezeit, zu
deren Ablauf er das Unterrichtsverhältnis mit einer Kündigungsfrist von 6 Wochen
kündigen kann.
3 Nach der Probezeit verlängert sich der Unterrichtsvertrag auf unbestimmte Zeit.
Er kann dann bis spätestens 30.04. zum Ende eines ablaufenden Schuljahres
gekündigt werden.
4 Eine Kündigung während des Schuljahres ist nur aus wichtigen Gründen mit einer
Frist von sechs Wochen zum Ende eines jeden Monats möglich. Sie muss schriftlich
begründet werden.
5 Alle Kündigungen können nur schriftlich erfolgen.
6 Die Musikschule kann aus zwingenden personellen, räumlichen oder anderen
organisatorischen Gründen das Unterrichtsverhältnis ausnahmsweise vorzeitig
beendigen oder unterbrechen.
7 Stört ein Schüler den Unterricht über einen längeren Zeitraum und bleiben
Ermahnungen erfolglos, so kann der Schüler von der weiteren Teilnahme
ausgeschlossen werden. Das Fernbleiben vom Unterricht und der Ausschluss von
der Schule befreien nicht von der Zahlung der Gebühren.

§ 15 Verhinderung
Kann ein Schüler am Unterricht nicht teilnehmen aus Gründen, die nicht im
Verantwortungsbereich der Schule liegen, hat er keinen Anspruch auf Nachholung des
Unterrichtes.

§ 16 Unterrichtsausfall
Bei Unterrichtsausfall durch Erkrankung der Lehrkraft besteht nach Wahl der Schule
Anspruch auf Ersatzunterricht von der zweiten während eines Schuljahres angefallenen
Stunde an oder auf Rückvergütung der anteiligen Gebühr. Bei Unterrichtsausfall aus
anderen Gründen gilt Entsprechendes von der ersten Stunde an.
Die Abrechnung erfolgt am Ende des Schuljahres.

§ 17 Unterrichtsformen / Unterrichtsstätten / Aufsicht
1 Der Unterricht der Musikschule findet grundsätzlich als Präsenzunterricht statt.
Online-Angebote können diesen ergänzen. In Zeiten von Schließungen der
Musikschule aufgrund gesetzlicher Regelung oder behördlicher Anordnung kann
der Unterricht durch digitale Technologien im Rahmen der rechtlichen Vorgaben
erfolgen.
2 Der Präsenzunterricht findet ausschließlich in den von der Musikschule
zugewiesenen Räumen statt. Eine Aufsicht besteht nur während der vereinbarten
Unterrichtszeit. Die Aufsicht beginnt und endet im Unterrichtsraum
3 Erfolgt der Unterricht durch digitale Technologien, bestimmt die Musikschule die Art
der digitalen Technologie, die in Online-Formaten und Online-Angeboten zum
Einsatz kommt. Es liegt in der Verantwortung der Nutzer*innen und der
Erziehungsberechtigten, die Voraussetzungen für die Nutzung der digitalen
Technologien zu schaffen.

§ 18 Veranstaltungen / Bild- und Schallaufzeichnungen
1 Die Veranstaltungen der Musikschule sind, einschließlich der hierfür erforderlichen
Vorbereitungen, Bestandteil des Unterrichts. Die Teilnahme der Schüler kann durch
die Schulleitung oder Fachlehrer gefordert werden.
2 Die Musikschule ist berechtigt, im Unterricht und in ihren übrigen Veranstaltungen
Bild- und Schallaufzeichnungen herzustellen und für ihren Eigengebrauch sowie ihre
Selbstdarstellung zu verwenden. Eine Vergütungsverpflichtung besteht nicht.

§ 19 Öffentliches Auftreten / Fremdunterricht
Meldungen zu Wettbewerben sowie Prüfungen in den an der Musikschule belegten
Fächern, sollen der Schulleitung vorher mitgeteilt werden.

§ 20 Instrumente
1 Grundsätzlich soll der Schüler bei Beginn des Instrumentalunterrichts im Besitz des
zu erlernenden Instrumentes sein. Die Musikschule vermietet Instrumente im
Rahmen ihrer Bestände.
2 Die Überlassungszeit beträgt höchstens 1 Jahr und kann auf begründeten Antrag
verlängert werden.
3 Überlassene Instrumente und Zubehör sind nach Anweisung der Musikschule auf
Kosten des Schülers bzw. seiner gesetzlichen Vertreter zu pflegen und instand zu
halten. Über Einzelheiten der Pflege hat sich der Teilnehmer bei der Lehrkraft zu
informieren. Mit Reparaturen dürfen nur von der Musikschule benannte Firmen
beauftragt werden.
4 Für Verlust oder Beschädigung haften die Schüler bzw. ihre gesetzlichen Vertreter
nach den gesetzlichen Bestimmungen.
5 Instrument und Zubehör dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.

§ 21 Bescheinigung
Am Ende eines Schuljahres kann auf Wunsch eine Bescheinigung über den Besuch
der Musikschule ausgestellt werden. Diese kann mit einer fachlichen Beurteilung
verbunden werden.

§ 22 Gesundheitsbestimmungen
Beim Auftreten ansteckender Krankheiten sind die allgemeinen
Gesundheitsbestimmungen für Schulen (insbesondere Bundesseuchengesetz zur
Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen)
anzuwenden.

§ 23 Unfallversicherung
Die Schüler der Musikschule sind gegen Unfall beim Unterricht, bei schulischen
Veranstaltungen und bei Mitwirkungen von Veranstaltungen versichert.

§ 24 Wirksamwerden
Die Schulordnung gilt mit Wirkung ab dem Schuljahr 2020/21.